kommunikationszentrum für kunst und kultur

Corinna Gab
ohne wenn und aber
fotografie ist zunächst immer oberfläche . eine schicht die dem auge zugänglich gemacht wird, und zugleich das dahinter verhüllt.viele fotografien genügen sich in dieser zweidimensionalität.
sie reicht aus, um chiffren aufzuzeichnen, informationen zu vermittlen, archetypenabzurufen. im alltag umgeben uns fotografien, die mehr verbergen als sie offenbaren – sei es, weil sie verfälscht oder manipuliert sind oder schlicht weil sie nur vorgeben, uns etwas von der welt zu zeigen, aber nichts als seelenlose schatten sind.
wenigen fotografen gelingt es eine tiefe aufzubauen, die uns die begrenztheit des mediums vergessen lässt. in diesen fällen erschliessen sich dem betrachter neue räume, und der geist beginnt zu reisen. es liegt etwas magisches in der grenze, die buchstabenkolonnen von poesie trennt und abbildungen von kunst. in seltenen, unwiederholbaren fällen wird diese grenze durch zufall und glück überschritten.