seidenpapierblätter – seidenpapiertapeten – ölbilder
andrea bischof experimentiert parallel zu ihrer malerei seit rund 15 jahren mit seidenpapier als bildträger, sie nähert sich dem hochempfindlichen material mit verschiedenen techniken. mit faden und nadel entstehen gestickte bilder („lucky chance“), mit feuer gebrannte („holy smoke“), mit wassertropfen werden auf buntem papier iinformelle strukturen erzeugt („abiquiu“).
das seidenpapier ermöglicht ein spiel mit transparenz, bei dem auch der hintergrund in das bild einbezogen wird.
ausgehend vom kleinformatigen blatt, das in klassischer methode gerahmt wird, hat die künstlerin die idee zur tapete weiterentwickelt – in meterlangen bahnen klebt sie das bestickte oder durch brandlöcher kunstvoll „zerstörte“ seidenpapier mit
tapetenkleister an die wand, deren struktur durch das transparente papier sowohl sichtbar als auch spürbar bleibt.
dieses zusammenspiel von vorne und hinten thematisiert andrea bischof auch in ihrem malerischen werk.
In den neuesten bildern verwachsen die hintergrund- und vordergrundfarben miteinander und fallen, taumeln und schwingen, manchmal kaskadenartig über die bildfläche.